Zahnpasta ohne Titandioxid: Warum das wichtig ist

Titandioxid ist ein rein kosmetischer Zusatzstoff, der Zahnpasta ihre weiße Farbe gibt – und seit einigen Jahren zunehmend in der Diskussion steht. Hier der aktuelle Stand, ohne Panikmache.

Warum steht Titandioxid überhaupt in der Kritik?

2022 hat die EU Titandioxid (E171) als Lebensmittelzusatzstoff verboten. Grund war, dass eine erbgutschädigende (genotoxische) Wirkung – insbesondere durch Nanopartikel, die sich im Körper anreichern könnten – nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stufte das Risiko als nicht mehr vertretbar ein.

Ist Titandioxid in Zahnpasta noch erlaubt?

Ja – in Kosmetikprodukten wie Zahnpasta ist Titandioxid trotz des Lebensmittelverbots weiterhin zugelassen, oft gelistet als „Titanium Dioxide“, „CI 77891“ oder „Pigment White“. Allerdings hat der wissenschaftliche Ausschuss der EU für Verbrauchersicherheit (SCCS) 2024 festgehalten, dass eine erbgutverändernde Wirkung gerade bei Mundpflegeprodukten wegen der empfindlichen Mundschleimhaut nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Überprüfung ist angestoßen.

Wie gefährlich ist das tatsächlich?

Um ehrlich einzuordnen: Die Europäische Arzneimittel-Agentur bewertete 2024 das Risiko von Titandioxid in Arzneimitteln als „vernachlässigbar gering“, da nur minimale Mengen aufgenommen werden. Bei Zahnpasta gilt ein ähnliches Prinzip geringer Aufnahmemengen – gleichzeitig sind die offenen Fragen zur Mundschleimhaut auch für Zahnpasta noch nicht abschließend geklärt.

Warum ist Titandioxid überhaupt in Zahnpasta?

Ausschließlich aus kosmetischen Gründen: Als weißes Farbpigment sorgt es dafür, dass die Paste homogen weiß statt durchscheinend wirkt. Eine reinigende oder pflegende Funktion hat es nicht.

Warum BEIT bewusst darauf verzichtet

Weil Titandioxid ausschließlich kosmetischen Zwecken dient und die Risikobewertung für Mundpflegeprodukte noch nicht abgeschlossen ist, verzichten wir bei BEIT konsequent darauf – genau wie auf Triclosan und Natriumlaurylsulfat (SLS). Die naturbelassene, leicht cremefarbene Tönung unserer Zahncreme kommt entsprechend ohne Farbpigment aus.

Fazit

Kein Grund zur Panik, aber ein nachvollziehbarer Grund zur Vorsicht: Da der Zusatzstoff keine funktionale Aufgabe in der Zahnpflege erfüllt, ist der Verzicht eine einfache Entscheidung ohne Nachteile.


Quellen:
Titandioxid in Zahnpasta und Arzneien: Was man über das Risiko weiß (AOK)